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Sie befinden sich hier: Startseite / Fachartikel / Arbeitsrecht / Immer wieder ein Thema:
   Arbeitsrecht
Immer wieder ein Thema:
 
Autor: Dr. Peter Kämereit
Kanzlei: Daube & Kämereit
Ort: 45130 Essen
erstellt am: 29.06.06
 
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Immer wieder ein Thema:

Mit dem aus dem amerikanischen Sprachgebrauch entlehnten Begriff "Mobbing" wird seit ei­ni­gen Jahren eine letztlich bekannte Situation am Arbeitsplatz schlagwortartig erfasst. Es geht beim Mobbing um die verschiedenen mehr oder minder subtilen Methoden, mit denen der be­trof­fe­ne Arbeitnehmer aus un­ter­schied­lichs­ten Gründen von Kollegen und/oder von seinem Ar­beit­ge­ber "fertig gemacht" wird.

In der arbeitsrechtlichen Praxis werden die Mobbing-Opfer häufig mit der Frage kon­fron­tiert, wie sie der Situation begegnen können.  Es gibt grundsätzlich zwei Wege:

Sofern ein Betriebsrat vorhanden ist, kann sich der betroffene Arbeitnehmer im We­ge der Be­schwerde an diesen wenden. Der Betriebsrat ist gehalten, auf die Beschwerde hin mit der Ge­schäfts­lei­tung Kontakt aufzunehmen und eine Klärung her­bei­zu­füh­ren. Ist keine Arbeitneh­mervertretung vorhanden oder diese mit in das Mobbing involviert, kann der Arbeitnehmer auch unmittelbar an den Arbeitgeber he­ran­tre­ten und diesen auf den Missstand auf­merksam ma­chen. Der Arbeitgeber ist aufgrund seiner Für­sor­ge­pflicht gehalten, jeden einzelnen seiner Mit­ar­bei­ter vor dem Mobbing durch Kollegen oder Vor­ge­setz­te zu schützen.

Schwieriger gestaltet sich die Lage des Opfers, wenn der Arbeitgeber auf seinen ent­spre­chen­den Vorstoß oder auf die Beschwerde des Betriebsrats nicht reagiert bzw. wenn der Ar­beit­ge­ber selbst derjenige ist, der direkt oder indirekt das Mobbing veranlasst. In diesem Fall bleibt nur der Gang vor das Arbeitsgericht. Der betroffene Arbeitnehmer kann den Arbeitgeber auf Un­ter­las­sung verklagen. Unter Umständen sind auch Ansprüche auf Schadensersatz, na­ment­lich auf Schmer­zens­geld entstanden. Diese können sowohl gegenüber dem untätigen Ar­beitgeber als auch gegenüber dem Mobbenden selbst gerichtlich geltend gemacht werden. Als letzte Mög­lich­keit bleibt nach vorheriger Abmahnung die fristlose Kün­di­gung durch den be­troffenen Ar­beit­neh­mer, sowie damit einhergehend, die notfalls gerichtliche Geltendmachung kün­di­gungs­be­ding­ter Schadensersatzan­sprü­che gegen den Ar­beit­ge­ber. Bei jedem Gang vor das Gericht steht das Opfer freilich vor dem Problem, das Mobbing beweisen zu müssen. Dies fällt er­fah­rungs­ge­mäß häufig sehr schwer.

An dieser Stelle einige praktische Hinweise: Mobbing geht über ein bloßes Ärgernis weit hi­n­aus. Seine betrieblichen Auswirkungen beschränken sich nicht auf die Person des Betroffenen. Je größer des­sen Verunsicherung ist, desto höher ist die Gefahr von Schlechtleistung und Ar­beits­un­fäl­len des Betroffenen und häufig auch des Kollegenkreises. Verschiedene Untersu­chun­gen haben ergeben, dass durch Mobbing ein erheblicher volks­wirt­schaft­li­cher Schaden, etwa durch Leistungsminderung oder durch krankheitsbedingte Ausfallzeiten, entsteht.

Es empfiehlt sich daher für alle Beteiligten eine präventive Handhabe. Der Arbeitgeber hat auf ein gutes Betriebsklima zu achten. Kommt es gleichwohl zu Streit oder zu Repressalien, emp­feh­len sich frühzeitige Personalgespräche unter Einbeziehung aller Beteiligter, eine sorgfältige Sach­ver­halts­auf­klä­rung und auf Seiten des Arbeitgebers eine deutliche Haltung zu dem Thema. Der Arbeitgeber sollte versuchen, auf der Seite des Schwächeren zu stehen. Dies ist in der Re­gel das Mobbingopfer. So beugt er künftigen Missständen vor.

Autor (ViSdP): Dr. Peter Kämereit, Daube & Kämereit, 45130 Essen


Das Datum, an dem dieser Artikel eingestellt wurde, entspricht nicht zwingend dem Tag der Erstellung dieses Artikels. Bitte informieren Sie sich im Zweifel beim Autor oder einem anderen Fachmann über die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte.


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