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   Kapitalanlagenrecht
Deutlicher Verlust bei der Albis Capital
 
Autor: Dr. iur. Thomas Schulte
Kanzlei: Dr. Schulte und Partner - Rechtsanwälte
Ort: 10717 Berlin
erstellt am: 01.10.10
 
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Deutlicher Verlust bei der Albis Capital
Die Albis Capital AG & Co. KG hat ihren Anlegern den Geschäftsbericht für das Jahr 2009 zugeleitet. Darin werden erstmals einige Details zu den externen, wie auch internen Betrugsfällen bekannt. Diese belasten die Bilanz der Gesellschaft schwer. So fällt das Ergebnis nach einem Gewinn von 3.800.000 € im Vorjahr auf einen Verlust in 2009 von 21.140.000 €. Dies sei hauptsächlich den außerordentlichen Mehrbelastungen in Folge der Betrugsfälle geschuldet, führt die Albis in ihrem Schreiben vom 23.09.2010 an die Anleger aus.

Diese Betrugsfälle sind, nach dem Bericht der Albis Capital, in erheblichem Umfang erfolgt, was die Ermittlungen sehr schwierig und langwierig werden lässt. Zwischenzeitlich soll jedoch bereits ein erstes Strafurteil ergangen sein, nach dem der angeklagte Mitarbeiter einer Leasinggesellschaft zu zweieinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden sein soll. Allein dieser Mitarbeiter habe einen Schaden von ca. 400.000 € bis 500.000 € verursacht. Dessen Geschäftsführer, der einen noch größeren Schaden verursacht hat, habe sich ins Ausland abgesetzt. Andere Beschuldigte befänden sich teilweise seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft geht offenbar von weiteren Anklagen, darunter auch gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Albis Capital, aus. Die Ermittlungen sind jedoch noch nicht abgeschlossen, so die Gesellschaft in ihrem Schreiben weiter.

Das seit Mitte 2009 völlig eingestellte Neukundengeschäft läuft nach Angaben der Albis Capital wieder langsam an. In welchem Umfang und wann wieder ein vergleichbares Niveau zu erwarten sei, teilte die Albis Capital nicht mit.

Eine Prognose bezüglich der weiteren Entwicklung der Gesellschaft sei derzeit nicht möglich. Genauso wenig sei es momentan möglich zu sagen, wie sich die einzelnen Beteiligungen der Kommanditisten entwickeln und wie sich der Wert dieser Beteiligungen zum Ende der Laufzeit darstellen werde. Jedoch sei laut Mitteilung des Bundesverbands der Deutschen Leasing-Unternehmen eine moderate Erholung des Leasingmarktes absehbar.

Ähnliche Ausführungen erfolgten auch von der HFT Hanseatische Fonds Treuhand GmbH, die als Treuhänderin die Beteiligung der Treugeber verwaltet. In ihrem Rechenschaftsbericht für das Jahr 2009 spricht diese davon, dass die Planziele der Albis Capital aufgrund verschiedener Umstände bisher nicht erreicht worden seien. Weiter bestünden nach Meinung der HFT, aufgrund der signifikanten Abweichungen der Entwicklung der Albis Capital zum prospektierten Verlauf, erhebliche Risiken zur weiteren Entwicklung. Zusätzlich bestünden auch noch weitere Risiken aus der laufenden Aufklärung der bekannt gewordenen Straftaten, die jedoch noch nicht quantifizierbar seien. Nach Einschätzung der Treuhänderin HFT sind die Prospektergebnisse kurzfristig nicht mehr zu erreichen.

Sowohl die Albis Capital, als auch die HFT stellten jedoch klar, dass die ergriffenen Maßnahmen zur Aufklärung der Vorkommnisse umfassend und angemessen seien und alles getan werde, um zu einem normalen Geschäftsbetrieb wieder zurückkehren zu können.

Nach der Veröffentlichung des Geschäftsberichts wandten sich verunsicherte Anleger vielfach an ihre Berater oder direkt an die Rechtsanwälte.
Anleger, die in den Anlegemodellen Classic und Classic Plus investiert sind, haben hier möglicherweise eine Verpflichtung zur Rückzahlung bereits erhaltener oder umgebuchter Ausschüttungen. Anleger des Anlagemodells Sprint müssen ebenfalls weiterhin monatliche Raten in eine ungewisse Zukunft zahlen.
Die verunsicherten Anleger sollten daher prüfen lassen, ob ein Ausstieg aus der Gesellschaft juristisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist. Dieses kann wegen der langen Laufzeiten und der damit verbundenen Kündigungsfristen schwierig sein.

Dr. Schulte
Rechtsanwalt
29.09.2010

Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Autor (ViSdP): Dr. iur. Thomas Schulte, Dr. Schulte und Partner - Rechtsanwälte, 10717 Berlin


Das Datum, an dem dieser Artikel eingestellt wurde, entspricht nicht zwingend dem Tag der Erstellung dieses Artikels. Bitte informieren Sie sich im Zweifel beim Autor oder einem anderen Fachmann über die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte.


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