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   Versicherungsrecht
Unfallflucht! Wann verlieren Sie den Schutz der Kaskoversicherung?
 
Autor: LL.M. Karin Tewes
Kanzlei: Rechtsanwaltskanzlei Tewes
Ort: 12043 Berlin
erstellt am: 16.06.06
 
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Unfallflucht! Wann verlieren Sie den Schutz der Kaskoversicherung?
Die  Kaskoversicherung reguliert Unfallschäden am eigenen Fahrzeug. Der Vertragspartner hat aber auch Pflichten gegenüber dem Versicherer, sog. Obliegenheiten. Bei Verletzung dieser Pflichten kann sich die Kaskoversicherung auf Leistungsfreiheit berufen und die Schadensregulierung verweigern.  
 
Die Unfallflucht stellt in der Kaskoversicherung einen in der Praxis sehr bedeutenden Fall des Verstoßes gegen Aufklärungsobliegenheiten dar. Es gehört zu den Aufklärungsobliegenheiten, dass sich der Versicherungsnehmer oder auch der Fahrer nicht unerlaubt vom Unfallort entfernt. Diese Obliegenheiten sollen sicherstellen, dass die Versicherung über die Tatsachen informiert wird, die zur Bearbeitung des Versicherungsfalls notwendig sind.
 
Deshalb müssen Sie durch Ihre Anwesenheit am Unfallort die Aufklärung des Sachverhaltes ermöglichen. Wichtig sind Informationen über den konkreten Unfallhergang, die daran beteiligten Personen sowie der entstandene Schaden. Bei einem unerlaubten Verlassen des Unfallortes riskieren Sie den Versicherungsschutz!
 
Die Versicherung kann die Schadensregulierung zu Recht verweigern, wenn der Straftatbestand des § 142 Strafgesetzbuch (sog. Unfallflucht) erfüllt ist. Hat der Fahrer durch Entfernen vom Unfallort den objektiven Tatbestand erfüllt, kann er sich unter Umständen auf einen die Schuldfähigkeit ausschließenden Schockzustand berufen. Es müssen aber Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Schockzustand längere Zeit anhielt und ihm deshalb eine zeitnahe Rückkehr an den Unfallort nicht möglich war. 
 
In der Kaskoversicherung ist das Entfernen vom Unfallort aber nur dann eine Verletzung der Aufklärungsobliegenheit, wenn neben dem Eigenschaden auch gleichzeitig ein Fremdschaden entstanden ist, d.h. ein Dritter beteiligt ist. Dritter kann bei Fahrzeugen, die geleast oder gemietet sind sowie unter Eigentumsvorbehalt stehen, der Eigentümer sein.
 
Ist ein Dritter nicht am Unfall beteiligt und auch nicht geschädigt worden, kommt Unfallflucht i. S. v. § 142 Strafgesetzbuch nicht in Betracht, da das Schutzgut der Strafnorm, das zivilrechtliche Beweissicherungsinteresse der anderen Unfallbeteiligten, nicht tangiert ist. Der Fahrer riskiert in diesem Fall nicht den Versicherungsschutz der Kaskoversicherung, wenn er nicht am Unfallort bleibt, um z.B. eine Blutprobe zu ermöglichen. 

Autor (ViSdP): LL.M. Karin Tewes, Rechtsanwaltskanzlei Tewes, 12043 Berlin


Das Datum, an dem dieser Artikel eingestellt wurde, entspricht nicht zwingend dem Tag der Erstellung dieses Artikels. Bitte informieren Sie sich im Zweifel beim Autor oder einem anderen Fachmann über die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte.


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