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Fotoklau bei eBay-Auktionen – ein echtes Ärgernis
 
Autor: Dr. / LL.M. Mirko Möller
Kanzlei: SCHLÜTER GRAF Rechtsanwälte PartG mbB
Ort: 44137 Dortmund
erstellt am: 10.09.07
 
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Fotoklau bei eBay-Auktionen – ein echtes Ärgernis
Viele gewerbliche eBay-Verkäufer müssen feststellen, dass die von Ihnen angefertigten oder in Auftrag gegebenen Fotos, mit denen sie ihre eBay-Angebote illustrieren, von anderen privaten oder gewerblichen Anbietern verwendet werden. Es ist technisch praktisch nicht zu verhindern, dass eine Grafik-Datei abgespeichert und in eine andere Artikelbeschreibung eingefügt wird. Einige besonders umsichtige Händler, versehen die eigenen Fotos mit sichtbaren oder unsichtbaren „Stempeln“, mit deren Hilfe man die Urheberschaft nachvollziehen kann. Besonders dreist ist es dann, wenn Dritte diese Fotos für eigene Angebote verwenden, nachdem sie die Bilder so weit manipuliert haben, dass die Herkunft nicht mehr ohne weiteres erkennbar ist.
 
Diese Art von Fotoklau ist vor allem deshalb sehr geschäftsschädigend, weil der Verbraucher daran gewöhnt ist, dass gewerbliche eBay-Händler ein und denselben Artikel in unterschiedlichen eBay-Auktionen anbieten. Der Verbraucher sucht Artikel grundsätzlich durch Eingabe eines Suchworts oder durch Auswahl einer Kategorie. Die in der sogenannten Gallerieansicht dargestellten Suchergebnisse nimmt der Verbraucher vor allem über verkleinert dargestellte Fotos – Galleriebilder genannt – wahr. Erscheinen dort mehrmals dieselben Fotos, liegt es für den Verbraucher nahe, dass die Auktionen alle von einem Anbieter herrühren. Entscheidet sich der Verbraucher dann für die „falsche“ Auktion, wird der Urheber bzw. Rechteinhaber um die Früchte seiner Investition gebracht.
 
Es besteht daher grundsätzlich ein anerkennenswertes Interesse des Urhebers, gegen derartigen Fotoklau vorzugehen. Das Urheberrecht hält hierzu die entsprechenden Instrumentarien bereit. Fotos (in der Gesetzessprache: Lichtbilder) genießen nicht nur dann rechtlichen Schutz, wenn sie eine gewisse Schöpfungshöhe erreicht haben – also gewissermaßen „künstlerisch“ sind –, sondern auch ganz allgemein, wobei die (verkürzte) Schutzdauer von 50 Jahren in jedem Fall ausreichend ist. Dem Urheber bzw. demjenigen, auf den der Urheber entsprechende Rechte übertragen hat, stehen im Verletzungsfall Unterlassungsansprüche zu. Ist der Verstoß – wie es wohl die Regel ist – schuldhaft erfolgt, kann der Rechteinhaber zudem Auskunfts- und Schadensersatzansprüche geltend machen. Daneben können auch Ansprüche aus Wettbewerbsrecht bestehen. Ist letzteres – vor allem bei gewerblich Tätigen Anspruchsgegnern – der Fall, steigen wegen der gesetzlichen Dringlichkeitsvermutung auch die Chancen, die Unterlassungsansprüche im sogenannten einstweiligen Verfügungsverfahren geltend machen zu können. [10.09.2007 – Dr. Mirko Möller]

Autor (ViSdP): Dr. / LL.M. Mirko Möller, SCHLÜTER GRAF Rechtsanwälte PartG mbB, 44137 Dortmund


Das Datum, an dem dieser Artikel eingestellt wurde, entspricht nicht zwingend dem Tag der Erstellung dieses Artikels. Bitte informieren Sie sich im Zweifel beim Autor oder einem anderen Fachmann über die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte.


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