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   Bank- und Börsenrecht
Schadenersatzpflicht der Bank bei EC Kartendiebstahl
 
Autor: Dr. iur. Thomas Schulte
Kanzlei: Dr. Schulte und Partner - Rechtsanwälte
Ort: 10717 Berlin
erstellt am: 13.06.06
 
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Schadenersatzpflicht der Bank bei EC Kartendiebstahl

Die Sparkasse Köln/Bonn muss einem Ehepaar 40.000 Euro ersetzen, die ein EC-Karten-Betrüger von ihrem Konto am Kassenschalter abgehoben hat. Schadenersatzpflicht der Bank bei EC Kartendiebstahl: Die Sparkasse Köln/Bonn muss einem Ehepaar 40.000 Euro ersetzen, die ein EC-Karten-Betrüger von ihrem Konto am Kassenschalter abgehoben hat.
Hier ist es noch wesentlicher schwerer nachzuweisen, dass die Schuld für den Schaden nicht beim Opfer selbst liegt. Denn wenn die PIN ordnungsgemäß benutzt wurde, um das Geld abzuheben, so spricht zunächst ein alles gegen den Karteninhaber.

BGH Urteil vom 31.10.2004
Dies sieht leider auch der Bundesgerichtshof so und hat dies zuletzt in seinem Urteil vom 5. Oktober 2004 (Az.:XI ZR 210/03) entschieden.
So wird dem Opfer oft vorgeworfen, dass es die PIN nicht sorgfältig genug getrennt von der EC-Karte aufbewahrt oder gar die Abhebung selbst getätigt hat. Da ist es dann schwerer zu beweisen, dass die PIN schon zuvor ausgespäht und der Diebstahl dann im Anschluss getätigt wurde.

Der BGH zum Ausspähen
Die Möglichkeit eines Ausspähens der persönlichen Geheimzahl (PIN) durch einen unbekannten Dritten kommt nach dem BGH-Urteil vom 31.10.2004 als andere Ursache grundsätzlich nur dann in Betracht, wenn die ec-Karte in einem näheren zeitlichen Zusammenhang mit der Eingabe der PIN durch den Karteninhaber an einem Geldausgabeautomaten oder einem POS-Terminal entwendet worden ist.
Dies ist allerdings im Einzelfall nicht so leicht zu beweisen. Von der Möglichkeit, dass die PIN von der Karte ausgelesen werden kann, wird zwar des öfteren berichtet, gerichtliche Gutachten belegen aber derzeit noch das Gegenteil, sofern die Bank eine 128-Bit Verschlüsselung wählt und die Schlüssel dem Täter nicht bekannt sind.

Fazit
Die Rechtsprechung macht es dem Verbraucher nicht gerade leicht, seine Schadensersatzansprüche gegenüber den Banken geltend zu machen.
Insbesondere erscheint es nicht gerade gerecht so ähnlich gelagerte Fälle wie hier aufgezeigt, rechtlich so unterschiedlich zu beurteilen.

Autor (ViSdP): Dr. iur. Thomas Schulte, Dr. Schulte und Partner - Rechtsanwälte, 10717 Berlin


Das Datum, an dem dieser Artikel eingestellt wurde, entspricht nicht zwingend dem Tag der Erstellung dieses Artikels. Bitte informieren Sie sich im Zweifel beim Autor oder einem anderen Fachmann über die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte.


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