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Sie befinden sich hier: Startseite / Fachartikel / Kapitalanlagenrecht / Wer wird Opfer von dubiosen Kapitalanlagen?
   Kapitalanlagenrecht
Wer wird Opfer von dubiosen Kapitalanlagen?
 
Autor: Dr. iur. Thomas Schulte
Kanzlei: Dr. Schulte und Partner - Rechtsanwälte
Ort: 10717 Berlin
erstellt am: 12.06.06
 
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Wer wird Opfer von dubiosen Kapitalanlagen?

Der Kapitalanlagenrechtsanwalt hat in der täglichen Praxis immer wieder mit Opfern von dubiosen Kapitalanlagen zu tun. Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern? Ja.


Die Opfer sind häufig in der Persönlichkeitsstruktur ähnlich, so dass die Geschichten immer noch neuem erzählt werden.


Die Lebenssachverhalte gleichen sich; Opfertypen lassen sich in Kategorien einteilen.

Gier nebst Fahrlässigkeit ist in höheren Kreisen der Hauptgrund, warum gut situierte Kreise  Opfer werden.  Der höhere Manager lässt gerne auch das Denken delegieren und möchte in der Gier glauben, dass die vorgestellten Kapitalanlagenmodelle so funktionieren können. Für die Manager gelten  bekanntlich die Naturgesetze nicht. Personen dieser Art fallen häufig auf unrealistische Finanzierungen, Bankenwechsel und Termingeschäfte herein.  Erhöht wird der Schaden, wenn neben der Gier und der Fahrlässigkeit das Opfer sich selbst nicht zuzugeben vermag, dass es das gesamte phantastische Geldvermehrungsmodell nicht versteht. Beliebt sind Fremdworte Private Equity, Churning, Break even. Niemand mag sich eingestehen, dass dieses nicht verstanden wird.  Misserfolg gibt es in diesen Kreisen nicht, das Opfer leugnet daher bis zu letzt, dass überhaupt ein Schaden eingetreten ist. Opfer werden natürlich auch andere Randgruppen, intellektuell minderbegabte Personen oder ältere  Menschen, die möglicherweise an Demenz leiden. Diese Opfergruppe hat in der Regel wirtschaftlich geringe Schäden, die allerdings für die Opfer wesentlich bedeutsamer sind, als die Verfehlungen der Managerkreise. Typisch für diese Gruppe der Finanzanalphabeten: „Ich habe dem netten Herrn“ vertraut. Diese Opfer sind häufig nicht in der Lage dem Anwalt den Sachverhalt zu schildern. Typische Opfer dieser Art werden von Kriminellen zu Kriminellen gereicht und oft in die wirtschaftliche Not getrieben.  Vertrauen wird hier erschlichen durch gleiche politische, religiöse und sprachliche Orientierung (z.B. unter Aussiedlern). Sexuell attraktive Betrüger  haben bessere Chancen; es macht einfach Laune sich von einem charmanten  Berater ausnehmen zu lassen. Die Eitelkeit der Opfer wird so genutzt, zugleich der Eventcharakter eines Kapitalanlagevertragsabschluß. Geldanlage aus Langeweile! Die menschliche Gier, der Wunsch auch einmal zu siegen, die Dummheit des Opfers und auch der Wunsch, eine tolle Chance nicht zu verpassen kommen hinzu.  Ganz geschickte Betrüger nutzen die Gier des Menschen und die Freude an den kleinen Grenzverletzungen des Alltags.  Das Opfer wird zum Mittäter gemacht. Typisch: Schwarzgeld und Provisionsrückflüsse und so weiter.

Es bleibt dabei: Der Mensch ist des Menschen Wolf. Die Polizei und Staatsanwaltschaften in der europäischen Union arbeiten inzwischen effektiv zusammen. Um erfolgreich arbeiten zu können, benötigt der Rechtsanwalt alle Unterlagen und eine möglichst genaue Schilderung des Sachverhalts. Es darf keine Zeit verloren werden, um den Versuch zu starten die verlorenen Gelder zurückzuerhalten.

Autor (ViSdP): Dr. iur. Thomas Schulte, Dr. Schulte und Partner - Rechtsanwälte, 10717 Berlin


Das Datum, an dem dieser Artikel eingestellt wurde, entspricht nicht zwingend dem Tag der Erstellung dieses Artikels. Bitte informieren Sie sich im Zweifel beim Autor oder einem anderen Fachmann über die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte.


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