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   Kapitalanlagenrecht
Kapitalanlagebetrug bei der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG?
 
Autor: Rechtsanwalt Dr. iur. Ulrich Schulte am Hülse
Kanzlei: ilex Rechtsanwälte
Ort: 14469 Potsdam
erstellt am: 18.03.16
 
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Kapitalanlagebetrug bei der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG?

Die Premium Safe Ltd. legte in Deutschland einen Kapitalanlagefonds mit dem Namen „Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG“ auf. Hier konnten Anleger ein als „Hybridanleihe“ bezeichnetes Nachrangdarlehen zeichnen. Die Emittentin der Kapitalanlage versprach ihren Kapitalanlagern ungewöhnlich hohe Renditen. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt bereits seit dem Jahre 2014 wegen des Verdachtes eines Betrugs und durchsuchte bereits mehrere Objekte.
Die Wahlmöglichkeiten der Kapitalanleger
Jeder Kapitalanleger, der die Verzinsung seines Kapitals anstrebt, hat die Wahl unter einer Vielzahl höchst unterschiedlicher Kapitalanlagemodelle. Zu seinen Wahlmöglichkeiten zählen unter anderem der Kauf von Edelmetallen oder Grundeigentum, der Kauf einer Eigentumswohnung, die Spekulation an Aktienmärkten oder die Investition in hochriskante Differenzkontrakte. Auch wenn der Anleger dabei eine freie wirtschaftliche Entscheidung treffen kann, besteht die Schwierigkeit für ihn darin, seriöse und unseriöse Angebote zu unterscheiden. Diese Zweiteilung des Kapitalmarktes in einen seriösen und einen unseriösen Teil ist so alt, dass er sogar schon in der Bibel Erwähnung findet. Bereits das Neue Testament kennt das Gleichnis vom durchtriebenen Verwalter (Lukas 16, 1-7) und das Gleichnis von den anvertrauten Talenten, bei dem ein Herr dreien seiner Knechte mit finanziellen Mitteln ausstattete, sich auf Reisen begibt und später Abrechnung hält. Zwei von drei Knechten haben nach ihren jeweiligen Möglichkeiten ordentlich gewirtschaftet; einer jedoch hat das Geld verborgen.
Was wird in dem Medien über die Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG berichtet?
Ein Beispiel für unseriöse Kapitalanlagen bietet die Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG. Der Gründer der Premium Safe Ltd., Herr Daniel Uckermann, ließ es sich mutmaßlich auf Kosten der Anleger gutgehen. Laut Medienberichten investierte er die eingeworbenen Anlegergelder nicht in lohnenswerte Kapitalprodukte, sondern gab sie freimütig zu eigenen Zwecken aus, beispielsweise für einen Sportwagen-Rennstall in der GT4-Rennserie. Laut den Berichten ist von einer Betrugssumme in Höhe von 100 Millionen Euro die Rede. Daniel Uckermann ist derzeit nicht auffindbar.
Worauf sollten die Kapitalanleger achten?
Entscheidendes Werbemittel der unseriösen Kapitalanlagen ist ein ungewöhnlich „hohes Renditeversprechen ohne Risiko“. Dabei weiß jeder Unternehmer, dass Unternehmertum ohne persönliches Risiko nicht existiert. Wer allerdings als Anbieter eines Geschäftsmodells gar nicht beabsichtigt, eine ernsthafte Kapitalverzinsung für den Anleger zu erreichen, der braucht sich um die Grenzen, die ihm der Markt auferlegt, nicht weiter zu kümmern. Deshalb sind fast alle unseriösen Kapitalanlageprodukte von einem unrealistischen und hohen Renditeversprechen geprägt. Damit bildet das Renditeversprechen zugleich das entscheidende Prüfkriterium, um das seriöse vom unseriösen Angebot zu unterscheiden. Bei einer Kapitalanlage gilt die uralte Regel: Je höher die Renditeerwartung, desto höher das Risiko des Totalverlustes. Eine hohe Rendite ohne Risiko kann es nicht geben. Beim Angebot der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG war von sagenhaften Renditen die Rede. In dem auf Hochglanz polierten Prospekt der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG war die Rede von einem Kapitalschutz zu 105 %. Hier müsste der Anleger stutzig werden, hohe Sicherheit und hohe Rendite schließen sich gegenseitig aus.
Was passierte bei der Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG?
Unseriöse Kapitalanlagenmodelle geraten früher oder später ins Wanken. Die Premium Safe Ltd. & Co. Verwaltungs KG stellte bereits Mitte 2015 urplötzlich die Kommunikation mit ihren Anlegern und die Zahlungen ein. Weder die Geschäftsführung, noch das Sekretariat war für die Kapitalanleger erreichbar. Erst im September 2015 meldete sich eine unbekannte Person per Mail bei den mutmaßlich Geschädigten als „Geschäftsleitung“ und beantwortete etwaige Fragen ungenügend. Kernaussage dieser „Informationen“ war, dass die Gelder zwar noch da seien, sie aber aufgrund der Vertragsgestaltung keinesfalls ausgezahlt werden könnten.
Wie kommen die Geschädigten an Informationen?
Dem geschädigten Anleger ist zu raten, sich die erforderlichen Informationen zu beschaffen. Nur derjenige, der alle wichtigen Fakten kennt, weiß, welche weiteren Schritte die richtigen sind. Von der Schieflage einer Gesellschaft bis hin zu dem handfesten Betrugsfall, der eine sorgfältige Prozessführung erfordert, ist einiges denkbar. Wenn Berater jedoch ein Lösungskonzept ins Blaue hinein präsentieren, ohne die Faktenlage zu kennen, ist der Anleger meist schlecht beraten. Eine Hauptinformationsquelle ist die staatsanwaltschaftliche Ermittlungsakte. Der Anleger sollte über eine in Kapitalanlagebetrugsfällen spezialisierte Kanzlei versuchen, Akteneinsicht in diese Akte zu beantragen. Erst deren Auswertung zeigt, welche weiteren rechtlichen Schritte sinnvoll sind, denn ohne Information lässt sich kein tragfähiges Konzept erarbeiten.

Autor (ViSdP): Rechtsanwalt Dr. iur. Ulrich Schulte am Hülse, ilex Rechtsanwälte, 14469 Potsdam


Das Datum, an dem dieser Artikel eingestellt wurde, entspricht nicht zwingend dem Tag der Erstellung dieses Artikels. Bitte informieren Sie sich im Zweifel beim Autor oder einem anderen Fachmann über die Aktualität und Richtigkeit der Inhalte.


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